Montag, 4. März 2019

Lap(p)land ✨ ❄️ 🇫🇮

Hi Guys!

Ich habe gerade eins der besten Wochenenden meines Lebens hinter mir. Wir waren von Mittwoch bis Sonntag auf einem Trip in Lappland/Finnland und es war einfach der Wahnsinn! Ich werde mit vielen Bildern und Stories spamen, die ich euch nicht vorenthalten will, also nehmt euch ein bisschen PopCorn und macht es euch gemütlich.

Für Erasmus Studenten gibt es hier viele Möglichkeiten unkompliziert (und mehr oder weniger billig) herumzureisen. Verschiedene Organisationen bieten organisierte (meine Wortwahl ist heute herausragend) Trips zu verschiedenen Attraktionen an: Lappland, St. Petersburg, Wasserfälle in Estland, Rundreisen um Estland etc. Uns wurde von einer Freundin erzählt, dass es sich wirklich lohnt, den Trip nach Lappland mitzumachen, da Bekannte den Trip mal selbst organisiert haben, und um einiges mehr zahlen mussten. Also haben Sarina, Rebecca, Johanna und ich uns pünktlich am Freitag, den 31.1.2019 um 10 Uhr online für den Lappland Trip von Mareti angemeldet. 4 Wochen und 360€ später standen wir am Mittwoch um 17:00 beim Terminal der Fähre und luden unsere schweren Rucksäcke in den Bus. Ich habe mich wirklich bemüht leicht zu packen, aber die zwei Flaschen Wein haben dann doch einen Unterschied gemacht. Vor allem wurde uns angeraten viel Gewand zum Drunterziehen mitzunehmen, also hatte ich in dieser Hinsicht auch viel Gepäck.

Auf der Fähre ging es schonmal großartig los, als wir ablegten und eine 20-jährige Verena voller Freude verkündete: "Ein Regenbogen". Zu eurer Info: Es war dunkel, der "Regenbogen" war weiß und wurde, wie ich nach 10 Schrecksekunden bemerkte, von einem elektronischen Kasten in den Himmel projiziert. So viel also dazu. Ich habe ungläubige Blicke und dann einige Lachflashs geerntet. Es freut mich immer für gute Stimmung zu sorgen! Die Fährfahrt haben wir sonst unbeschadet überstanden. Zwischendurch checkten wir die Karaoke Bar und die Live-Band aus, den Zauberer haben wir leider verpasst ... In Helsinki angekommen setzten wir uns auf unsere taktisch ausgetüftelt reservierten Plätze im Bus (ich habe mich auf die ersten freien Sitzreihen geworfen, als der Bus aufgesperrt wurde) und machten uns bereit für eine la(aaaaaaa)nge Nacht. Zumindest auf meiner Seite. Wir wussten schon vorher, dass wir zwei Nächte im Bus verbringen müssen, als hatten wir Zahnpasta und Zahnbürste und sonstiges Allfälliges dabei. Alle 3 Stunden mussten wir bei einer Tankstelle rasten - was sich blasentechnisch sehr gut ausging. Mit dem Schlafen hat es leider nicht so gut funktioniert. Während ab 1 in der Früh alle um mich herum fröhlich einschlummerten und Rentier-Träumen nachhingen (außer Johanna, die träumte von einer argentinischen Schülergruppe auf Rollschuhen), saß ich in meinem Sitz, Augenklappe auf, aufblasbares Nackenhörnchen mit Mareti-Logo um den Hals, Hände fest im Schoß verschränkt, Musik in den Ohren und wurde von Minute zu Minute nervöser. Das könnte auch mit dem konstanten "VerenadumusstschlafendumusstdichausruhendienächstenTagewerdensehrlangundwenndujetztschonnichtausgeschlafenbistdannwirddasganzganzganzschlechtausgehenunddannbistdugrantigundböseundichmussaufsKloundichwillschlafenundwiesoschnarchtdajemandundwiesoHUSTETdiesePersondieganzeZeit..." zusammenhängen, das auf Dauerschleife in meinem Kopf abgespielt wurde. Bei der zweiten Rast war ich noch guter Dinge, bei der dritten Rast war ich schon mehr verzweifelt und hatte dem Schlaf schon fast abgeschworen. Es war 5 in der Früh als wir wieder in den Bus stiegen und voilà ich konnte finally in die Welt der Träume abdriften. Dort blieb ich ganze 3 Stunden, als wir an unserem Ziel ankamen: Die Tankstelle gegenüber von Santa Claus Village. Hier gönnte ich mir erstmals einen großen Kaffee, dann das bereitgestellte Frühstück und dann ein ausgiebiges Zahnputz-Ritual am Klo. Aja, und es hatte -10° also zog ich mir schnell (= mühselig umständlich) meine Schiunterwäsche unter die Kleidung. Die Schichten würden im Laufe der folgenden Tage noch exponentiell steigen.

Um Punkt 10 Uhr öffnete das/die/der Santa Claus Village seine Tore und wir waren drin. Zuerst mussten wir durch eine sehr echt wirkende (sarcasm incoming) Werkstatt des Weihnachtsmannes gehen, damit wir uns vor seinem Zimmer 15 Minuten lang anstellen konnten um ein Foto mit ihm zumachen. Ich hätte jetzt sogar schon zum 2. Mal den Weihnachtsmann sehen können. Meine Eltern und ich waren nämlich in Anchorage, Alaska schon im einzigen, echten Santa Claus Haus. Beziehungsweise meine Eltern waren drin und saßen sogar auf seinem Schoß, während ich mich weigerte und draußen Rentiere streichelte. Und ich bereue diese Entscheidung bis heute nicht. Lustig ist nur, dass Rebecca einen Platz direkt neben dem Weihnachtsmann ergatterte. Danach trudelten die anderen 20 aus unserer Gruppe ein und jeder gab dem Weihnachtsmann die Hand und sagte, woher er kam (außer ich, da ich meinen Instinkten folgend bei Betreten des Raumes sofort hinter die letzten Bänke und somit auch hinter den Weihnachtsmann huschte *imaginäres Schweißabwischen*). Der engere Raum um Santa Claus und der Raum generell war schon ziemlich voll an Erasmus Studenten, als ein Mädel ihm die Hand schüttelte - und sich eiskalt zu Rebecca drehte und sagte: "Can I sit here?" Ich meine, immerhin hat sie gefragt? Johanna und Rebecca erzählten mir nachher noch sehr geschockt von dieser Erfahrung und ich glaube sie haben etwas gebraucht, um diese Dreistigkeit zu verarbeiten. Das Mädel hatte sich anscheinend wirklich fast auf Rebecca gesetzt. Lange Rede kurzer Sinn, endlich draußen trotteten wir ein bisschen herum, bestaunten einen übergroßen Schneemann, überteuerte Souvenirläden, schlafende/gelangweilte/eingerauchte Rentiere, andere überbegeisterte Touristen und vieles mehr. Hier ein paar Eindrücke:
Hier der Beweis, dass ich mich nicht verdrückt habe


Vorausdenkend wie ich nunmal bin, ging ich nicht auf die wahrscheinlich überfüllten Toiletten in Santa Claus Village (ich habe natürlich nicht nachgeschaut, ob dem so war) und dachte mir, da wir ohnehin in die Unterkunft fahren, kann ich das dort gleich erledigen. Ihr könnt euch also mein Gesicht vorstellen, als wir in den Bus stiegen und unser Guide verkündete, wir hätten jetzt einen 2 Stunden Drive vor uns und um 14:10 würden wir ankommen. Es war eine unangenehme Fahrt.

Unsere Unterkunft befand sich in der Stadt/dem Dorf "Kuusamo". Sarina bemerkte verärgert, dass Kuusamo an sich nicht im Bundesland Lappland befindet. Uns wurde aber von unserem lokalen Guide erklärt, dass Kuusamo zwar nicht im Bundesland liegt, sich das aber nur auf den Bürgermeister und alles Administratorische auswirkt, da alle Finnen alles nördlich einer gewissen Linie (Straße?) zu Lappland zählen. Somit gehört Kuusamo auch zu Lappland. Sarina, Rebecca, Johanna und ich teilten uns ein tolles Zimmer - leider ohne Stockbetten und das Essen in der Unterkunft war echt gut! Ich probiere neues Essen aus!!! 

Am Nachmittag spazierten wir zu einem Museum in Kuusamo, das Bilder von einem bekannten finnischen Naturfotografen ausstellte (ich kann mich leider nicht an den Namen erinnern). Danach gingen wir auf einem großen Hügel rodeln. Hier ein Beweis dafür, wie wenig sich der Schlafmangel ausgewirkt hat:

Das Rodeln hat echt Spaß gemacht - sogar so viel Spaß, dass alle sehr übermütig geworden sind. Fünf Mädels bildeten eine Kette aus Rodeln und fetzten hintereinander den Hang hinunter. Nur leider konnte die erste Person nicht gut lenken, denn etwa ab der Hälfte drifteten sie rechtwinklig nach rechts ab und Rebecca und ich durften ziemlich nah mitansehen, wie die Rodel-Menschen-Kette in zwei andere unschuldige Rodler und ihre Rodeln rutschte. Wir dachten alles sei gut, bis sich ein Mädel erschrocken an den Mund griff. Ich erspare euch die Details, aber sie musste ins Spital und zehn Leute verbrachten die nächste halbe Stunde im Dunkeln damit, weiße Zähne in weißem Schnee zu suchen. Rebecca und ich hielten danach Sicherheitsabstand zu jeder Art von Rodel-Kette.

Nach dem Abendessen wollten Rebecca und ich eigentlich geschwind Duschen gehen (sehr überfällig nach einer Nacht im Bus und diversen Rodelabenteuern). Also verabschiedeten wir uns beim Abendessen und machten uns auf den Weg zu unserem Gebäude. Als wir gerade bibbernd den Innenhof durchquerten zeigte Rebecca plötzlich lachend in den Himmel: "Schau Verena, ein Regenbogen". Ich nehme an, das habe ich verdient. Auf jeden Fall krümmten wir uns daraufhin wieder ein paar Minuten vor Lachen, bis wir nochmal den weißen Streifen beobachteten und ich irgendwann meinte: "Das schaut ein bisschen grün aus". 3 - 2 - 1 - wir schauten uns an und: NORDLICHTER? OH MEIN GOTT! NORDLICHTER!? SIND DAS ...? OH MEIN GOTT! Zu mehr waren wir zu dem Zeitpunkt nicht mehr fähig. Wir sprangen zuerst ein bisschen herum, und dann sahen wir die grüne Farbe schon viel deutlicher. Wir liefen zurück zum Abendessen und versuchten keuchend, Hände wedelnd und herumspringend klarzumachen, dass draußen NORDLICHTER am Himmel waren. Nach 5 Sekunden ungläubigen Blinzelns folgten uns alle nach draußen. Ich brauche euch nicht zu sagen, dass es wirklich Nordlichter waren und sie in der nächsten Stunden noch viel intensiver wurden. Wir machten nur mehr einen kurzen Zwischenstopp im Zimmer, um noch 10 Schichten anzuziehen, da es in der Nacht doch recht kalt war, und dann ging es auch schon wieder zum Rodelhügel. Die Nordlichter waren echt wahnsinnig schön, und sie kamen und gingen von Zeit zu Zeit. Sie waren vor allem grün, aber manchmal konnte man auch am unteren Rand ein bisschen violett erahnen.
Rebecca, Sarina, ich und Johanna (von links nach rechts)

Und hier noch ein ganz schlimm verwackeltes Foto, das ausschaut, als wäre es bei einer Zombie-Apokalypse entstanden.

Interessant ist, dass ich die Nordlichter mit Fotos aufnehmen konnte. Auf einem Video war alles schwarz - ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube es hängt mit der Belichtungszeit zusammen.

Am nächsten Tag fuhren wir zuerst zu einer Husky-Farm. Wir konnten uns aussuchen, ob wir eine Husky-Schlittenfahrt machen wollen und dann für entweder 2 oder 5 km. 2 km kosteten 39€ und 5 km 64€. Obwohl ich doch 64€ etwas überteuert finde, waren es die am Besten angelegten 64€ meines Lebens. Es fuhren immer 2 Leute gemeinsam einen Schlitten: Eine Person saß vorne drinnen, die zweite Person stand hinten, lenkte, bremste und passte allgemein auf. Wir wechselten nach 2,5 km. Nicolò aus Italien und ich teilten uns einen Schlitten und wir stellten nachher beide lachend fest, dass wir beide während der Fahrt weinen mussten (einerseits wegen des kalten Windes, aber andererseits auch weil es so toll war). Also ich kann das Gefühl eigentlich nicht wirklich beschreiben, aber es war schon ziemlich episch in einem Schlitten zu sitzen und von Huskies durch eine verschneite Landschaft gezogen zu werden. Etwas weniger entspannend ist es jedoch selbst zu fahren. Die Bremse war einfach nur ein Metallhaken, auf den man während der Fahrt steigen musste. Während unsere 6 Huskies vorne also fröhlich durch den Schnee staubten, Nicolò sich ausruhte und seine Tränen trocknete, musste ich versuchen mein Gleichgewicht zu halten, zu lenken und gegen zu lehnen, wenn die Huskies mal wieder eine Kurve zu sportlich nahmen, Ausschau halten, wo der Schlitten vor uns war, damit ich keinen Auffahrunfall baute, mich festhalten, da die Strecke voller kleiner Rampen war und wir alle paar Sekunden den Boden unter den Kufen verloren, meine (Freuden-)Tränen wegblinzeln, damit ich sah, wo Kurven/Bäume/Schlitten/Auffahrunfälle auf uns zukamen, mit dem rechten Fuß auf die Bremse steigen und mich mit dem ganzen Gewicht darauflehnen und gleichzeitig versuchen mit dem linken Fuß auf der 5 cm breiten Kufe stehen zu bleiben, die den Stand für den Fahrer bildete. Aja, und nach dem Bremsen mit dem rechten Fuß die rechte 5 cm breite Kufe wiederfinden und dabei weiterhin gerade ausschauen und kräftig blinzeln.
Ich wollte euch hier nur kurz das Stresslevel eines professionellen Husky-Fahrers vorführen.
Trotzdem war es eine der besten Momente meines Lebens. Ich glaube, ich konnte danach für eine halbe Stunde nicht mehr aufhören zu grinsen und bin buchstäblich mit den anderen herumgehüpft. Es war wahnsinn! Aja einen Auffahrunfall habe ich leider doch gebaut. Es haben vor uns alle Schlitten gestoppt, und ich habe gebremst, und am Ende wieder lockerer gelassen. Unsere Hunde sind daraufhin (ausgerechnet) unserem Guide in die Waden bzw. Kniekehlen gerannt. Er hat sich aber eh gefreut, weil so konnte er Huskies streicheln.



Danach ging es direkt weiter zu einer Rentier-Farm, wir wir alle (gratis!) in einem Rentier-Schlitten fahren konnten. Das war auch richtig genial, nur war es nach einer rasanten Husky-Fahrt eher ... langsam. Außerdem mussten die Rentiere einfach nur einen großen Kreis gehen. Trotzdem hat es echt viel Spaß gemacht!


Das Rentier mag Sarina
Das Rentier mag Rebecca nicht

Danach bekamen wir vor Ort eine warme Suppe und durften Würstel und Marshmallows über einem Lagerfeuer grillen. Als uns allen schon fast die Zehen abfroren, machten wir uns auf zum Bus. Unser Guide informierte uns, dass wir noch eine Stunde bei einem Ski-Gebiet rodeln gehen werden - woraufhin auf allen Gesichtern im Bus ein gewisser Unwille zu lesen war. In dem Moment aber als wir das erste Mal runterrutschten war der Eifer in allen entfacht und in kürzester Zeit waren zwar alle weiß und durchnässt aber happy und warm. 
Man kann Rodeln in Lappland allgemein überall hin ziehen, weil überall Schnee liegt.
Danach konnte man in eine Spa fahren, Rebecca und ich blieben jedoch in Kuusamo und erkundeten den gefrorenen und eingeschneiten See. Rebecca mit einer Rodel und ich mit meiner Kamera.

Rebecca sank bis zu den Knien ein
Eine gesunde Tanne
ein einsamer Christbaum
nein, wir sind nicht über den See gegangen
auch in Lappland gibts Graffiti
Erinnert ihr euch an das Foto aus Tallinn, wo ich neben einem riesigen Schneehaufen stehe? In Tallinn habe ich um die 5,6 gesehen. In Lappland besteht der Straßenrand aus diesen Schneehaufen.

Am Abend bekamen wir in der Unterkunft finnisches Dinner (Erdäpfel, und Schweinsbraten glaube ich). Ich kenne mich da nicht so gut aus, aber es war Fleisch vom Schwein. Und Erdäpfel. Und eine gute Nachspeise, wo ich kurz dachte, zu spät gekommen zu sein, aber es gab eh Nachschub zum Kosten.

Am nächsten Tag packten wir uns in der Früh ein Lunchpaket und verfrachteten alle unsere Sachen in den Bus. Während der 4 Tage gabe es eine "Competition" auf Instagram, wo wir Bilder posten konnten mit den Hashtags #kuusamoopisto #esnlapland191. Wir versammelten uns alle und stimmten mit Klatschen und Rufen für das Gewinner Foto: Ein Fast-Kuss von unserem griechischen Freund Dimitris und dem Lama von der Husky-Farm.
Da das Foto auf Instagram ist und es für Dimitris okay ist, füge ich es hier ein!

Danach fuhren wir zu einem Nationalpark, wo wir einen "Hike" von einem Kilometer zu unserem Lunchplace machten. Uns wurde von unserem Guide gesagt, dass es an dem Tag noch kälter werden würde und es allgemein in dem Tal eher kälter ist. Ich hatte also an: Strumpfhose, Skiunterwäsche und Jeans auf den Beinen. Strumpfhose und 2 Paar Socken auf den Füßen. Skiunterwäsche, ein T-Shirt, Beccis Illinois Pulli, einen fusseligen (argh) Schal und meine Winterjacke. Mir war warm! Ich glaube, wir haben alle noch nie so lange für einen Kilometer gebraucht. Ich habe fast jeden Baum abfotografiert, und sicherheitshalber gleich 2-mal. Außerdem gab es dezent steile Stellen, von denen ich annehme, dass sie im Sommer mit Stufen ausgestattet sind. Das hat uns nur leider im komplett zugeeisten Zustand nicht wirklich viel genutzt. Keine Sorge, wir haben es alle ohne Brüche und mit blauen Flecken überstanden.

Ich habe meine überragenden Fotokünste bei einem Fotostopp entdeckt, als ich für Rebecca zur Starfotografin wurde. Rebecca hat mit Freude festgestellt, dass ihre Idee von "in den Schnee blasen" von einigen nachgemacht wurde.
ich, fotogen auf einer Bank
Nicolò, fotogen neben mir auf einer Bank
Ich erspare euch den unangenehmen Anblick von einer untalentierten Rebecca beim Handstandmachen vor einer unspektakulären Kulisse. Pah. 

Auf dem Rückweg mussten wir alle Stellen, die wir vorher raufgeklettert waren, wieder runterrutschen. Ich habe an dieser Stelle meinen Timberlands schon innig gedankt. Schlecht war es leider für Johanna, die Doc Martens anhatte. Und ihr Rückweg kann leider nur als "Sliding happily ever after" bezeichnet werden. Ich habe mir ihre Erlaubnis geholt, ein paar der besten Momente mit euch zu teilen. Ein Freund aus Holland, Rebecca und ich versuchten wirklich eine große Hilfe zu sein, aber wir mussten alle so dermaßen lachen, dass es umso schwieriger war. Vor allem hatten ihre Schuhe anscheinend ein Profil von -154, weil es ist schon fast unmöglich so oft auszurutschen. 
Achtet auf diesem Video bitte auf Johanna links - bei jedem qualvollen Schritt am Kämpfen - und auf Rebecca rechts - ruhigen Schrittes den Hang erklimmend. 


Fun Fact zwischendurch: Das Finnische Parlament hat eine Sauna. Auch politische Gespräche werden anscheinend kultivierter in der Sauna geführt.

Danach fuhren wir in die Sauna, wo es auch eine Möglichkeit zum Eisschwimmen gab. Da ich leider keine Badesachen nach Tallinn mitnahm und hier kurzfristig keine fand, konnte ich in der Wärme durchs Fenster beobachten, wie sich die meisten draußen in einen See warfen. Und danach bibbernd in die Sauna rannten.

Danach stiegen wir wieder in den Bus und machten es uns für die nächste 10 Stunden Busfahrt bequem. Da Johanna bei der Hinfahrt am Fenster saß, durfte ich diesmal am Fenster sitzen und damn ich habe echt gut geschlafen. Beim ersten Stop stieg ich noch aus, bewunderte die zahlreichen Finnen an den Gaming Automaten, suchte die Toilette auf und machte es mir wieder gemütlich. Danach habe ich einen Stop sogar verschlafen und beim zweiten vor mich hingedöst. Ich habe mich sehr gewappnet gefühlt für den nächsten Tag! Um 8 Uhr gingen wir die Fähre, die um 9 losfahren sollte, dies aber anscheinend immer schon um 8:50 tut! Also falls ihr je eine Fähre von Helsinki oder Tallinn nehmen wollt: Die Fähren fahren immer schon früher los. Wir genossen während der Fahrt die Live-Band und bekamen diesmal sogar den Zauberer mit. Mitbekommen im Sinne von sehen was er tut, da er alles auf Finnisch sagte und wir nichts verstanden außer die Zahlen.

Frage: In Finnland (vor allem auf den Fähren und in den Tankstellen-Shops) stehen wahnsinnig viele Spiel-Automaten (wie im Casino). Ein Freund von uns hat sogar 10€ gewonnen. Und da wir an 2 Tagen rund um die Uhr bei solchen Tankstellen stoppten, sahen wir wirklich viele Finnen bei diesen Automaten. Auch in der Pampa. Auch um 5 in der Früh. Weiß jemand, was es damit auf sich hat?

Das wars schon wieder von mir! Ich hoffe, ihr seit nicht zu erschlagen von dem langen Post und seit jetzt noch motivierter die Nordlichter und Lappland zu besuchen. Ich kann es nur empfehlen!!!

Liebe Grüße,
Eure Verena 👋