Dienstag, 4. Juni 2019

Klippen, Saaremaa und Dixi-Klo Adventures 🇪🇪

Estonian Fun Fact #6
Kaali Crater in Saaremaa is the first in Europe and second in the world that has been shown to have been caused by a meteorite. In Estonia, there are 400 times more meteorite craters per unit area than the global average. The largest crater is in Kärdla, Hiiumaa.
Tere! ✌️

Da ich heute mein letztes Exam geschrieben habe, habe ich jetzt endlich massig Zeit, um mich meinem Leben, Allfälligem und dem Blog zu widmen! Eigentlich nicht, weil ich es während der Uni versäumt habe, mit Städte in Estland anzuschauen, also das werde ich jetzt in den letzten 2enhalb Wochen nachholen!
In diesem Post geht es um Rebeccas und mein Adventure zu einem Leuchtturm in Paldiski, Rebeccas, Doras und meinem Ausflug auf die Insel Saaremaa und das Bon Jovi Konzert, das hier in Tallinn auf dem Song Festival Gelände stattgefunden hat (ich habe ein bisschen historische Estland Facts eingebaut!).

Paldiski - oder eher Creepy Town

Sarina ist vor circa 2 Monaten alleine in eine Stadt namens Paldiski gefahren, weil es dort anscheinend einen coolen Leuchtturm gibt. Sie hat sich aber nach einer Weile auf der Straße entlanggehen in den Wald geschlagen, um sich zum Leuchtturm vorzukämpfen, es aber nicht mehr geschafft, weil es dunkel wurde und ihr Handy-Akku zur Neige ging. Sie ist sogar am Weg zurück durch eine Straße voller bellender Hunde gegangen, die sie sehr, sehr gruselig beschrieben hat.

Trotz aller Warnungen haben Rebecca und ich es am Montag gewagt, nach Paldiski zu fahren. Wir haben einfach einen Bus aus Tallinn genommen, 3€ gezahlt und sind fröhlich und allzeit bereit böse, gruslige Angreifer zu bekämpfen in Paldiski aus dem Bus ausgestiegen. Ist natürlich nicht passiert, trotz unseres innigen Hoffens. Wir sind jedoch in Paldiski ausgestiegen - es war ein Montag um ca 10 Uhr und die Stadt war wie ausgestorben. Mir wurde später von Marta gesagt, dass Paldiski eine der größten russischen Wohngebiete in Estland ist. Ich weiß nicht, ob das die gruselige Atmosphäre erklärt, aber irgendwie haben Rebecca und ich uns umgeschaut und dann gleichzeitig gemeint, dass wir sehr froh sind, nicht alleine hier zu sein. Unser Weg an der Hauptstraße voller Wohnblockhäuser entlang aus der Stadt raus war begleitet von etwas überdrehtem, hysterischem Gelächter. Ein bis heute ungelöstes Rätsel ist, wie ein Junge, der mit uns im Bus gefahren, einfach mal 3 Stunden zu spät zur Schule kommen konnte? (Wir sind hinter ihm an der Volksschule vorbeigegangen - nein, wir sind keine Stalker).

Wir haben es heil aus Paldiski rausgeschafft und sing entlang einer asphaltierten Straße Richtung Leuchtturm gegangen (den wir schon in der Ferne sehen konnten). Wir sind an einigen Abzweigungen vorbeigekommen, aber wir wollten es nicht riskieren wie Sarina auf Umwege zu geraten, deswegen hielten wir uns an die Straße. Wir kamen an weiß eingezäunten Autolagerstätten (keine Ahnung wie das heißt, aber auf dem Rückweg sind brandneue Mercedes-Benz an uns vorbei hineingefahren) und anderen gut in Schuss gehaltenen Villen vorbei.




Nach circa einer Stunde sind wir beim Leuchtturm angekommen und es gab dort sogar ein Café, eine Sauna und den alten halb abgerissenen Leuchtturm zu bewundern! Natürlich war das Café geschlossen, weil ... was sonst? Und wir haben statt 3€ für einen Aufstieg auf den Leuchtturm zu zahlen, unsere gewonnene Zeit genutzt Selbstauslöser-Fotos mit meinem Handy vor ebenjenem Leuchtturm zu machen! Direkt an der Klippe ruht noch der alte Leuchtturm, der irgendwann durch die natürliche Klippenerosion zu nahe an den Abgrund gerutscht ist, weswegen er halb (!) abgerissen wurde und ein neuer, größerer, dünnerer (diese Diskriminierung!) und roter Leuchtturm mehr landeinwärts aufgestellt wurde. Immer noch lustig finde ich, dass ein kleines Schild vor der Ruine steht, auf dem etwa das zu lesen ist: Achtung! Nicht zu nahe an den Leuchtturm gehen! Das ist eine Ruine und baufällig, und nahe an der Klippe und kann praktisch jeden Moment einstürzen! Also Achtung! ... Well, in Österreich wäre der Leuchtturm mit mind. 3 Metern Sicherheitsabstand abgesperrt, wenn nicht sogar umzäunt, in rot, und 10 Schilder würden drumherum stehen. Nicht so in Estland.
random griechische Statue
zum Vergleich: links der alte, rechts der neue Leuchtturm
die Klippenseite des alten Leuchtturms
haben nur 6 Fotos gebraucht, um das Timing zu schaffen

Wir machten uns entlang der Klippe auf den Rückweg. Rebecca hat eine Karte gefunden, wo ein Küstenwanderweg durchs Baltikum eingezeichnet ist (ich glaube, ich habe die Karte auch noch irgendwo falls jemand interessiert ist) und seitdem überlegt sie mit mir, wie sie diesen Küstenwanderweg mal machen wird. Ha ha, ich bin nur eine mentale Unterstützung. Nichtsdestotrotz, die Klippen sind echt, echt, echt schön und beeindruckend! Und man findet cooles Zeugs: einmal einen etwas verrotteten, kaputten Schuh und zwei Rohre, die einfach so aus der Klippe rausstanden. An einer Stelle gibt es eine Treppe, mit der man nach unten an den Strand gehen kann. Der Strand war auch echt schön! Wir sind beide der Meinung, dass das einfach nur mehr das i-Tüpfelchen war! Wir sind auch etwas am Wasser entlanggegangen und haben viele abgestürzte Klippensteine bewundert und überklettern müssen. Außerdem haben wir einen Autoreifen und viele kleine Spinnen gesehen. Also falls jemand einen Ersatzreifen sucht - da gibts einen gratis!
Suchbild: wo ist der verlorene Schuh?
Rohr.
das bin ich.
das bin auch ich,
Hier ein großes Danke an Rebecca für die Dokumentation meines Abstiegs von einem Stein voller ... Vogelsch**** (-exkremente):



Ziemlich cool war auch, dass wir die gesamte Zeit alleine waren! Erst am Rückweg sind wir einer alten Dame und einer komisch zusammengestellten Gruppe entgegenkommen - ich frage mich immer noch, wie genau diese Frau mit einem Kinderwagen den Klippenpfad entlanggehen wollte. Abermals haben wir uns durch Paldiski getraut und sind in den Bus zurück nach Tallinn eingestiegen. Und ich muss sagen, ich habe noch nie in meinem Leben so einen unfreundlichen Busfahrer gehabt !!! (Nichtmal als ich in Wien einen Fahrschein gekauft hab und ihn nicht gezwickt hab, weil ich dachte, der ist schon automatisch validiert - ich, 18, frisch zurück aus Vancouver, unwissend, dass Wien immer noch elektronisch hintennach ist). Auf jeden Fall, der Typ konnte null Englisch und hat uns zwar weniger verrechnet, aber hat Rebecca ihr Wechselgeld nicht rausgegeben. Er wurde angerufen und wir haben halt neben ihm gewartet. Er fahrt uns mit einem "What!?" an und Rebecca hat nur "Our Change" herausgebracht, da hat er 40 Cent hingeknallt und gemeint "See it's THAT easy. Take it! Go! Go!".

Wir sind gut in Tallinn angekommen. :)

Saaremaa - Kuressaare

Saaremaa ist die größte Insel Estlands. Wie eigentlich alles in Estland ist sie schnell mit dem Bus erreichbar, der Bus fahrt einfach auf die Fähre und dann auf einer aufgehäuften Schotterbrücke von einer anderen Insel zu Saaremaa. Und im Gegensatz zum Rest von Estland hat man auch was zu Sehen, wenn man aus dem Fenster schaut!

Kuressaare ist der größte Ort in Saaremaa und ein Spa/Kur-Ort. Unser erster Eindruck war, dass unverhältnismäßig viele alte Menschen auf den Straßen zu sehen. Und die Hauptstraße, und eigentlich jede Straße drumherum nur aus Cafés und Restaurants besteht. Wir haben im Hostel Telegraf Backpackers übernachtet, das mir von Lena empfohlen wurde und dass ich selbst nur jedem weiterempfehlen kann! Der Besitzer ist wahnsinnig nett, und wie dafür geschaffen ein Hostel zu leiten! Der erste Satz den er sagt, als ich gesagt habe, dass ich aus Österreich komme: "Oh cool, you guys don't have a government right now". Gut informiert ist er. Nur leider hatte sein Computerprogramm keine Nationalität "Austria", weswegen ich dann etwas unfreiwillig die kroatische Staatsbürgerschaft annahm. Aber er versprach mir, bei den Software Entwicklern nachzufragen und bissl Dampf zu machen, damit ich als ÖsterreicherIn auch vertreten werde! Das Gebäude war früher zur Zeit der Soviet Union ein Computerzentrum das für die Unterbringung der Server genutzt wurde. Die Gänge waren wirklich ein bisschen creepy (und sehr "sowjetisch") und er hat uns sofort beruhigt. Sie renovieren gerade die Zimmer, und die Gänge sind nach dem Sommer dran!

Danach haben wir uns zur Burg/ zum Schluss in Kuressaare aufgemacht. Farblich passgenau die Stadtmauer Tallinns, ist die Burg auch wieder sehr beeindruckend! Es liegt auf einer Insel innerhalb vom Strand, und die Insel hat eine echt coole Form. Hier ein Bild aus dem Internet:
Quelle: theculturetrip.com
Ihr müsst euch vorstellen, dass rundherum Land ist und auf unserer Seite der Burg auch noch der Strand hin zum echten Meer liegt!



Das Schloss war echt interessant, und ich glaube man kann hier echt Stunden verbringen. Ich habe am Anfang so viel durchgelesen, dass ich am Ende als das Interessanteste kam, keine Energie mehr hatte. Es gab nämlich eine riesige Ausstellung zum 2. Weltkrieg und zur folgenden Besetzung durch die Soviet Union. Saaremaa wurde wie Estland im Laufe des 2. Weltkriegs drei mal eingenommen: Ein Mal durch die Soviet Union, dann durch die Deutschen Truppen während Hitlers Westfeldzug (Die deutschen Truppen wurden von den meisten Esten sogar herbeigesehnt und freundlich empfangen, weil die Esten diese als eine "Befreiung" von der Unterdrückung und dem Terror Moskaus sahen. Im Gegensatz zu den Russen hat die Deutsche Wehrmacht die Esten halbwegs respektvoll behandelt. Leider wurden genau wegen dieser Freundlichkeit tausende Esten nach Sibirien deportiert, als die Soviet Union Estland wieder im Griff hatte, da diese Esten ja eine "Gefahr" für den Sozialismus darstellten.). Es wurden sowohl deutsche als auch russische Waffen, Soldatenkleidung und Hab und Gut, dass nach den Kämpfen gefunden wurde ausgestellt. Die Ausstellung danach widmete sich der Nachkriegszeit und der Propaganda der Soviet Union und der Lebensumständen der Esten zu dieser Zeit. Sehr empfehlenswert!
Mir fällt gerade auf, dass ich statt Sowjet Union immer Soviet Union geschrieben habe, aber ich bin jetzt zu faul, das alles zu ändern. Sorry!
Die Stufen zeigen satirische Witze über die Sowjet Union.

estnische Tracht
It is not important how to vote,
but how to count the votes.
Socialism - the most longest path to capitalism

What should you do if the Soviet Union opens
its borders? - Climb a tree, otherwise you will
be trampled to death
Is it possible to build up communism in one country?
- Yes, but it is better to live in another country.
What is Glasnostj (openness)?
You are already allowed to open your mouth ...
but there is nothing to put into it.

Lenin was good. Stalin was bad. But Gorbachev?
We will get to know it when he dies.




















Aja, und Rebecca und ich verbrachten einige Zeit damit ehemalige deutsche Familienwappen zu entziffern, die in alter deutscher Schrift in den ehemaligen Räumen des Bischofs aufgehängt waren. Man kann die deutsche Sprache wirklich an fast jedem historischen Ort Estlands finden!


Wir besuchten auch eine Statue von zwei Riesen, die in der estnischen Mythologie Estland auf Saaremaa lebten. Wir haben zwar ein Foto von uns drei, aber auch von dem Fingerabdruck, des Mädels, das das Foto gemacht hat.


Wir schauten noch ein paar alte, heruntergekommene aber anscheinend historische Häuser an und genossen dann um 22:16 den Sonnenuntergang!

Am nächsten Tag standen wir urfrüh auf, um den Bus um 7:25 zum Meteoritenkrater Kaali zu erwischen. Rebecca war fröhlich. Dora und ich nicht.
Den Krater habe ich mir etwas beeindruckender vorgestellt, aber well, man kann ja doch nicht alles haben! Wir kamen an, spazierten einmal um den Krater, lasen alle Schilder, beobachteten einen Vogel, der seinen Küken Futter brachte, und nahmen um 8:25 den nächsten Bus zurück nach Kuressaare. Dafür, dass Estland verhältnismäßig so ein kleines Land ist, ist es sehr beeindruckend that etwa 4-5% aller weltweiten Meteoriteneinschläge in Estland zu finden sind!
Dann lag der gesamte Tag noch vor uns, den wir mit einem Kaffee, bisschen shoppen, mehr Häuser-schauen, Mittagessen und schaukeln am Strand verbrachten! Alles in allem ein sehr erfolgreicher und produktiver Tag in der Prüfungsphase!

sind Rebecca und ich kein süßes Paar?
der Meteoritenkrater




Bon Jovi Konzert

Also ich möchte hier nicht damit angeben, dass ich Bon Jovi live gesehen habe (nur ein bisschen), aber es war eine coole experience, deswegen wollte ich es auch kurz erwähnen!

Sarina, Gio und ich sind gemeinsam auf das Konzert gegangen. Es war Open-Air und wurde auf den Song-Festival-Grounds in Tallinn ausgetragen. Während der Besetzung Estlands durch die Soviet Union wurde die estnische Tradition fortgeführt alle 5 Jahre ein großes Songfestival auszutragen, wo Chöre aus dem ganzen Land gemeinsam singen. Ich habe im Film "The Singing Revolution" (immer noch zu empfehlen !!!) davon erfahren, und es ist wahnsinnig beeindruckend, dass an diesem Ort vor ca. 30 Jahren die gewaltlose, singende Revolution der Esten gegen die Unterdrückung der Soviet Union stattgefunden hat. Während dieser Zeit wurde das Song Festival zwar ausgetragen, aber war natürlich durch die Zensur schwer eingeschränkt. Sovietische Truppen haben das Festival überwacht, und die Lieder, die gesungen werden durften, wurden im Vorhinein ausgewählt. Nachdem Estland seine Unabhängigkeit durch den 2. Weltkrieg wieder an die Soviet Union verloren hatte, musste es seine Nationalhymne aufgeben. Jedoch wurde im Geheimen veranlasst, die Noten der Nationalhymne an alle auftretenden Chöre zu verbreiten. Diese übten die Nationalhymne im Geheimen und beim Song Festival 1988 wurde einstimmig vom Dirigenten die Hymne angestimmt. Sowohl Chöre als auch Zuschauer stimmten ein, was allen Esten ihren Glauben an ihr Land stärkte. Das anwesende sowjetische Militär konnte keinen Finger rühren, da sie auch nach dieser offensichtlichen Zurückweisung der sowjetischen Werte nicht tausende Leute erschießen oder festnehmen konnten. Deswegen ist der Festival Ground bis heute ein sehr wichtiger Ort für Esten, wo bis heute alle 5 Jahre das Song Festival stattfinden. Hier ein Link zur Nationalhymne Estlands, als sie im Song Festival von 2014 gesungen wurde. Es findet sogar im Juli dieses Jahres statt, falls jemand inspiriert wurde und es miterleben will!

Es war wahnsinnig cool ein Konzert genau an diesem Ort zu sehen! Es wurde zwar eine eigene Bühne für Bon Jovi aufgebaut (da die fixe Bühne aus hunderten Stufen besteht), aber die Area war immer noch groß genug tausende Leute.
Die erste Vorband startete um 18:30. Normalerweise hätte man zuhause schon mindestens eine Stunde vorher da sein müssen, um einen guten Platz zu bekommen. Gio, Sarina und ich sind erst angekommen als die erste Vorband schon angefangen hat und trotzdem haben wir einen Platz in der 4. Reihe hinter unserem Section-Zaun ergattert (alias - die Billigplätze)! Aber wir standen wirklich weit vorne!

Was Sarina und ich sehr merkwürdig gefunden haben, ist, dass während den beiden Vorbands nicht wirklich eine Stimmung aufgekommen ist. Zumindest um uns hat niemand mitgesungen, mitgetanzt oder die Musik irgendwie aktiv zur Kenntnis genommen. Das kann damit zu tun haben, dass die erste Band aus Finnland war, aber die zweite Band (Terminaator) ist eine estnische Band und war anscheinend früher sogar ziemlich bekannt. Während den Pausen wurden Fragen über Bon Jovi gestellt. Wir sind ziemlich schnell draufgekommen, dass wir keine Vorbild-Fans sind. Bei der Frage In which street did Jon Bon Jovi grew up? haben wir drei jeweils eine andere Antwortmöglichkeit gesagt, und im Endeffekt war die 4. Antwortmöglichkeit richtig - ich habs leider schon wieder vergessen. Das ist uns sogar nochmal passiert. Aber ich meine, woher soll ich wissen wer Jon Bon Jovi die Haare geschnitten hat, als er klein war? (Es war sein Vater).
so viele Menschen waren hinter uns

Irgendwann mussten Sarina und ich uns zu den Dixi/Toi-Toi Klos verabschieden und Gio als Platzhalter allein lassen. Als wir in der Schlange standen, konnte ein Typ vor uns das Dixi nicht richtig schließen - sodass es noch grün zeigte - und wurde kurz danach von einem Mädchen überrascht, das die Tür aufriss. Daraufhin  hab ich so eine Angst bekommen, dass mir das gleiche passiert, dass ich in dem Moment als ich im Dixi war, den Riegel nach links riss und ihn folglich komplett aus der Halterung entfernte. Ein Riegel ist kein Riegel - oder wie war das? Ich habe draußen Sarina einfach nur lachen gehört. Als ich erfolglos versuchte, den Riegel wieder in die Halterung zu stecken, wurde ihr Lachen nur noch lauter. Immerhin wussten die Leute jetzt, dass jemand in dem Dixi ohne Riegel war... Als ich die Tür aufmachte, ließ sich der Riegel problemlos wieder reinstecken, also keine Angst, ich habe kein Dixi Klo unschädlich gemacht!

Gio verabschiedete sich auch nochmal aufs Klo, und musste später eine halbe Stunde nach uns suchen, weil es so voll war. Währenddessen dachten Sarina und ich kurz, dass wir Jon Bon Jovi auf einem Balkon seitlich von der Bühne gesehen haben. Hier der Beweis -, dass er es nicht war:

Das Bon Jovi Konzert war der Wahnsinn!! Die Stimmung kam auch unter den stillen nordischen Leuten auf, als Bon Jovi auf die Bühne kam! Dadurch, dass es mittlerweile bis 11 hell ist, konnten wir noch lange sehr viel sehen. Jon Bon Jovi sagte sogar nach einiger Zeit: "Hey Guys, so good to be here! It is still so bright that I can see everybody out there up to the people sitting at the very top of that hill back there. - I don't want anybody to sit at a Bon Jovi Concert ever." Kleiner Stimmungsbrecher, der alle zum Lachen brachte.








Im letzten Video kann man auch mich singen hören. schaut es euch nicht an, falls ihr auf eure Ohren Wert legt!

Fun Fact nebenbei: Eine Bekannte von Gio hat 700€ für ein Meet&Greet and Fan Artikel hingeblättert und wurde während Bed of Roses auf die Bühne geholt und geschmust. Ich habe noch nie so eine awkwarde Angelegenheit gesehen. LOL. 

Bon Jovi ging vor den letzten 2 Songs kurz von der Bühne mit der Ansage "It is getting cold, Good Night", um sich noch eine Schicht Pullover anzuziehen. Aber ergibt schon Sinn, dass sie nicht nach dem 2. Konzert der Tour krank werden sollten. Als das Konzert aus war, hat es sich immens schnell geleert und Sarina, Gio und ich wurden inmitten von Massen an Menschen über Straßen und Gehsteige Richtung Old Town geschwemmt. Es war wirklich beeindruckend, weil der Verkehr komplett stillstand (Autos, Busse, Straßenbahnen), weil tausende Menschen über die Straßen gingen.

Wir haben uns im Istanbul Kebab in unserem Gebäude abgesetzt und einenhalb Stunden auf das beste Essen gewartet, das ich je gegessen habe!


Nägemist,
eure Verena 👋

Quelle Fun Fact: "Did you know that there are over 100 exciting, quirry, unique and important reasons to visit Estonia!" by AS Sokotel, 2015

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