Adiós Nicaragua!
Das ist also mein letzter Post. Lissi und ich hätten beide nicht erwartet, dass es uns so schwer fallen würde zu gehen. Natürlich wurde uns von anderen Freiwilligen gesagt, dass man, wenn man eine gewisse Zeit in Nicaragua verbracht hat, das Land und die Menschen lieben lernt. Und ja – sie hatten recht. Und wenn wir uns am Anfang nicht sicher waren, ob wir diese Erfahrung nochmal machen würden, oder wiederkommen, oder verlängern, zu diesem Zeitpunkt wollen wir beide bleiben.
| mit unserer Ayudante Jessi |
Also ja, ich war eine typische weiße Touristin, die sich
über alles aufgeregt hat, als wir ankamen, aber man gewöhnt sich daran. Und es
ist spannend, interessant und schön sich auf eine neue Kultur einzulassen und
zu lernen, was ihr wichtig ist.
Den Punkt der „Raubüberfälle“ will ich auch noch ansprechen,
weil es ja auch zu den allgemeinen Vorurteilen zählt und uns auch von allen
gesagt wurde: Nehmt nie viel Bargeld mit, packt eure Handys immer weg und habt
keine großen Kameras offensichtlich bei euch. Außerdem sagte Neles Gastfamilie,
dass die Gegend, in der unser Volunteer-Housing war, sehr gefährlich ist. In
den ersten zwei Wochen hörten wir nicht viel, aber dann lernten wir eine Gruppe
Amerikaner und andere Menschen aus der ganzen Welt kennenlernen und plötzlich
hörten wir jeden Tag von jemandem, der ausgeraubt wurde. (Es ist echt lustig,
weil man in so einem exotischem Land die coolsten Personen trifft, mit tollen
Geschichten und Erfahrungen - Backpacker aus jedem Land der Erde zum Beispiel.)
Aber alle diese Geschichten von Raubüberfällen hatten eines gemeinsam: Sehr
spät in der Nacht, um drei herum, allein, Männer, meistens betrunken, die in
gefährlichen Gegenden spazierten und ihr ganzes Bargeld dabeihatten. Einzig
unsere amerikanische Freunden Margaret wurde ihre Bauchtasche gestohlen, die
sie wirklich eng am Körper trug, und ihr einfach durchgeschnitten wurde. Lissi
und ich gingen meistens, nachdem wir in einer Bar oder einem Club waren zu
zweit nach Hause, und die Häuser sind schon gruselig, aber es war nie jemand
auf der Straße. Wir glauben, dass es damit zusammenhängt, dass kein Mann dabei
war (kein Mann = kein Geld?). Unsere Straße war immer hell erleuchtet und keine
Menschenseele dort. Also, solange man immer ein Taxi nimmt und so wenig Geld
wie möglich bei sich hat, ist die Wahrscheinlichkeit kleiner, ausgeraubt zu
werden, und wenn, verliert man nicht alles. Aber das kann jedem überall
passieren. Also solange man nicht wirklich dumm ist, und um 3 in Nacht alleine
am Strand wandert, sollte alles gut gehen.
Bussi, Verena
Wie Reilly's so schön sagt:
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