Hallihallo!
Zuerst einmal Sorry, dass eine ganze Woche lang kein Post kam, aber ich hatte eigentlich vor, ein Video mit Lissi zu posten, wo wir ein bisschen über allgemeine Themen hier quatschen. Aber sie wie es leider immer ist, hat das Schneiden ziemlich lang gedauert, dann hat das Speichern nicht funktioniert und als es endlich fertig war, hatte es zuviele MB für einen Blogpost. (Natürlich, weil nichts bei Blogger je funktioniert :|) Also das Video wird noch kommen, keine Sorge, aber ich muss es jetzt erst noch kürzen und alles! Und dafür habe ich leider gerade nicht so viel Zeit ...
Das Hinkommen war sogar ziemlich einfach: Wir nahmen aus Granada einen Chicken Bus (alte Schulbusse), der seeehr voll war und ich bin keine Person die Platzangst hat, aber irgendwann ist zuviel einfach zuviel. Vor allem wurde Moritz einfach sein Backpack aus der Hand gerissen und nach oben aufs Dach geworfen. Und ich bezweifle, dass es da eine ausreichende Sicherung gab. Irgendwann wurden wir rausgeschmissen und warteten auf einen zweiten Bus, der nicht so voll war, und wo ein nettes altes Ehepaar uns ihre Sitzplätze überließen, als sie ausstiegen. Sie zeigten zuerst auf mich, dann auf Nele und dann auf ihre Plätze, sodass jeder im Gang stehenden Person klar war, dass wir uns da hinsetzen sollten. An dieser Stelle noch ein riesiges Gracias! Und dann nahmen wir eine Ferry nach Ometepe - insgesamt kostete der Spaß 125 Cordoba, also 4,46$ für 100 km. Von der Fähre wurden wir abgeholt und zu unserem Hostel gebracht (Casa Mauro) und es war das beste Hostel, in dem ich je gewohnt habe! Wir konnten unendlich viel Wasser kaufen, auf Schaukelstühlen schaukeln, unsere Wünsche fürs Frühstück abgeben (wir bekamen frische Früchte, Toast, Spiegeleier und Pancakes), durften am Abend die Musikanlage benutzen, direkt Horseback Riding buchen und ein Shuttle mieten, dass uns am nächsten Tag von einer Sehenswürdigkeit zur anderen fuhr. Luxus pur für Nica-Verhältnisse. Und die Hostelbesitzer waren extrem lieb, und da es nur 4 Zimmer gab, waren wir mit unserer Gruppe die einzigen. Also wenn ihr je nach Ometepe reisen wollt: steigt im Casa Mauro ab! Kann man ganz einfach über Booking.com buchen! :) (neinnein, gar keine Werbung!)
Nach dem Wandern fuhren wir zu Ojo de Agua, was ein superschöner Teich in der Natur ist, nur dass es ziemlich überfüllt war, an Touristen und Einheimischen. Wir tranken aus einer Kokosnuss Kokosmilch - Fotos folgen, sobald ich sie von den anderen bekomme! Normalerweise sind ja an jedem touristischen Ort viele Menschen, nur sind wir das durch die Ruhe dieses Landes nicht mehr so gewöhnt.
Wir kamen irgendwann zu einem Plateau und konnten den Strand und den Vulkan sehen. Hier habe ich leider auch keine Fotos, aber ich hoffe, dass ich bald welche hochladen kann! Wie alle Nicas redete der Guide viel über das Land und seine Schönheit, und er hörte gar nicht mehr auf. (Etwa jeder zweiter Nica erklärt dir, wie tranquilo Nicaragua nicht ist.) Beim Nachhausereiten galoppierten wir auf offener Straße dahin. Teilweise jagten uns Hunde und Yvonne hatte mehr Angst vor ihnen als die Pferde. Irgendwann begann ich die Menschen zu grüßen, eine alte Dame hier, einen Jungen dort, Frau und Kind an der Ecke, ... Und alle waren zuerst verwundert Weiße auf Pferden entlang galoppieren zu sehen, und dann schockiert auch noch gegrüßt zu werden, aber nach der ersten Schrecksekunde riefen uns alle ¡Holaaa, que tál! oder ¡Buenas días, qué bonita! hinterher. Wenn man erst einmal beginnt mit den Menschen zu reden, sind alle wahnsinnig lieb, freundlich und hilfsbereit!
Wir verabschiedeten uns schweren Herzens von unseren Hostelbesitzern und ich bin sicher, wenn ich nach Nicaragua zurückkomme, werde ich sie in Ometepe besuchen!

