| cathédrale de granada |
Hola, ¿qué tal?
Unser Wochenende hat sich aus ziemlich verschiedenen Dingen zusammengesetzt: Sightseeing, Drinks und Todesangst mal als kleine Andeutung. Ich glaube die meisten von euch wissen eh durch meine panischen Nachrichten, was gestern Nacht hier passierte, aber ich werde es nochmal kurz zusammenfassen! (Damit die Nachwelt auch weiß, wie heroisch Lissi und ich waren!) :)
1. "Ein paar Drinks haben noch niemandem geschadet."
Vor allem, wenn sie 3 Stunden lang gratis sind (ein Hoch auf die Ladiesnight von 21-24 Uhr im Reillys). Fazit: Wir haben viel getanzt, viele Bekanntschaften gemacht, mit Barmännern gequatscht, die Kleider anhatten, amerikanische und mittelamerikanische Tanzstile gelernt und einen Spaziergang um den Block gemacht, um hartnäckige Verehrer loszuwerden. Und die Musik ist hier besser, als in manchen Clubs in Wien. Vor allem zu den spanischen Songs zwischendurch kann man gut tanzen.
2. "Sightseeing mit Haien"
So schlimm war es natürlich nicht, der Titel ist metaphorisch. Lissi, unsere deutschen Freunde, Moritz und Nele, und ich machten eine Tour zu den "Isletas" und "Masaya". Die Isletas sind viele kleine Inseln im Lago de Nicaragua, die vor tausenden Jahren durch Vulkangestein entstanden sind. Mittlerweile gibt es Stromleitungen zwischen diesen Inseln, auf denen gerne mal ein paar Vögel chillen. Es werden Hotels und Häuser für Touristen gebaut, oder die Inseln sogar ganz verkauft. Unser Guide sagte, dass eine Insel um etwas mit 362 zu verkaufen sei, und Lissi und ich sind uns nicht sicher, ob er 362 000 $ oder nur 362 $ meinte. Da aber ca. 7 Inseln der reichsten Familie Nicaraguas gehören und andere der 2. reichsten Familie, wird es wahrscheinlich der größere Betrag sein ... Auf jeden Fall ist der Lago de Nicaragua der einzige Süßwasserbinnensee (habe das Wort gerade einfach zusammengestoppelt) der Haie beinhaltet. Laut unserem Tourguide gibt es drei Arten von Haien, die Menschen beißen und davon ist der Bullenhai der gefährlichste - welche Haiart lebt im Nicaraguasee? Natürlich der Bullenhai. Keine Sorge, alle Gliedmaßen sind sicher innerhalb des Bootes geblieben! Was aber leider nicht viel gebracht hätte, hätte ein Hai wirklich ein Stück von mir kosten wollen, immerhin saßen wir ca. 20 cm über der Wasseroberfläche... Wir legten einen kurzen Stopp auf einer Insel ein, wo eine Familie ein Pool eingerichtet hatte, und wir erfrischten uns, bevor es wieder zurückging. Wir wechselten den Bus und auf gings nach Masaya, einem der aktiven Vulkane Nicaraguas. Wir verbrachten ungefähr eine Stunde in unserem Bus in der Schlange vor dem Eingang, um oben gehetzte 15 Minuten zu haben. Und diese Klimaanlage war echt kein Witz. Ich hatte das Gefühl, mir wird die Haut vom Gesicht geblasen. Für die Fotos hat es sich aber gelohnt!
3. "Das Gewitter des Todes!"
Noch nie in meinem Leben habe ich den Donner am eigenen Leib gespürt. Ok, ich war auch noch nie zur Regenzeit in einem subtropischen Land und hatte eine undichte Decke, aber ist das eine von diesen Erfahrungen, die man gemacht haben muss, um erwachsen zu werden? Dann habe ich sie jetzt definitiv hinter mir, und möchte sie nicht mehr wiederholen, wenn das möglich ist!! Also alles begann mit einem Stromausfall. Halb so wild, wieso gibt es Handytaschenlampen? Dann tropfte es aber durch die Decke auf meinen Polster. Lissi wurde ohnehin angeregnet, durch das Fenster-ohne-Glas-mit-Anti-fliegende-Viecher-Gitter und da ging das Gewitter erst richtig los. Es stürmte und blitzte, als ob das Gewitter direkt über unserem Innenhof schwebte. Irgendwann plätscherte es in unserem Zimmer, wir schalteten unsere Taschenlampen an und vor der Tür war die ganze Wand waschelnass. Nur, dass genau dort der Schrank mit unserem Gewand stand. Gut; nasses Gewand aufs Bett, Regenjacke drüber, elektronische Geräte verstaut, alles super. Jedoch bekamen wir einen richtigen Lachflash, sodass das Verstauen ein bisschen schwierig wurde. Ich nahm mir meine Weste, kindle, Handy plus Charger und verzog mich über den nassen Innenhof ins Wohnzimmer. Ich hatte Glück und konnte mir eine trockene Couch sichern, weil es auch hier undichte Stellen in der Decke gab. Lissi und Margaret wanderten irgendwann wieder ins Zimmer, aber ich schlief ziemlich schnell ein, mein kindle und Handy fest umarmend. Und wenn die Welt um mich herum in den Fluten ertrinkt - ich muss meine ungelesenen Romane retten!
4. "Pfertis und Menschenmengen sind keine gute Kombi."
Heute gab es irgendeine Pferdeparade durch die Straßen Granadas, bei der anscheinend die lokalen Bauern ihre neuen Pferde, Zuchttiere vorführen. Noch dazu fahren riesige Wägen mit der nicaraguanischen Biermarke Toña und sehr spärlich bekleideten Tänzerinnen durch. Zu denen ich leider sagen muss, dass man ihnen ihre Unlust ansehen kann, wenn man ihre Gesichtsausdrücke länger als 2 Sekunden beobachtet. Obwohl nevermind, wer schaut schon aufs Gesicht, wenn man auch woanders hinsehen kann!? Für die Granader war es anscheinend ein wichtiges Fest, weil sich alle aufbrezelten, während wir in Jeans und T-Shirts dastanden. Wirklich beeindruckt bin ich aber trotzdem nicht, weil mir die Pferde einfach extrem leid taten. Ich muss sagen, die Reiter blieben wirklich ruhig, aber ich allein sah schon 2 Pferde durchgehen, 3 ausschlagen, 2 buckeln und fast alle herumtänzeln und die Ohren anlegen. Und alle Nicaragüense drücken sich einfach direkt am Hintern des Pferdes vorbei, und tätscheln dabei noch die Flanke! Ich meine, das erste was ich in meinem Reitstall gelernt habe ist: Pferd hinten NICHT - Hufe - sehr Aua. Anscheinend sind diese Lektionen hier anders aufgebaut. Und ich bewundere die Pferde. Man hat deutlich gesehen, dass sie sich extrem unwohl fühlten, weil die Musik einfach so laut wie in einem Club war, tausende schreiende Menschen um sie herum standen und auch andere Pferde, mit denen woanders wahrscheinlich die Fetzen geflogen wären.
(man beachte das Seitwärtseinparken des letzten Pferdes!)
Ich hoffe, unsere Eskapaden konnten euch ein bisschen den Tag erheitern. :) Viel Spaß noch heute und bis zum nächsten Mal! ¡Adiós!
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