| "If you judge people, you have no time to love them..." (Mother Theresa) |
¡Buenas tardes!
Wahrscheinlich denkt ihr euch gerade: Waaas? Die kann den Blogtitel doch nicht wirklich ernst meinen!? - Doch. Ich sage euch, es stimmt. Man muss aufpassen, dass die Schüler nicht schummeln, aber dass sie auch etwas hinschreiben. Man hilft ihnen, wenn sie auf der Leitung stehen, obwohl sie das Wort doch es wissen. Man ist hin- und hergerissen, weil man sich böse fühlt, wenn man nicht den Zettel an sich reißt und die (wirklich einfachen) Lösungen selbst hinschreibt. Und das korrigieren darf man nicht vergessen! Zum Glück können wir das in einem coolen (Achtung Wortspiel) Café mit guten Smoothies machen!
Immerhin saßen die Kinder auf ihren Plätzen als wir reinkamen und waren am Anfang noch still. Vereinzelt begannen die Kinder "teacher" zu rufen und uns mit einer Handbewegung zu sich zu winken. Anfangs verstand ich ihre Fragen nicht wirklich, aber es wurde besser und heute konnte ich zum ersten Mal in ganzen spanischen Sätzen antworten oder Hilfestellungen geben (zumindest denke ich, dass sie vollständig waren). Blöd war nur, dass sie bemerkten, dass wir ihnen ein bisschen halfen. Und ja ... es eskalierte ein wenig? Am Ende der Stunde wurde ich von einem Ende der Klasse zum anderen gezogen, während von überall Fragen auf mich einprasselten. Guuut, ich half nicht nur ein bisschen, aber ich will einfach daran glauben, dass es sich die Kinder merken, wenn ich versuche "huevo" (Ei) zu erklären, "booogbogbog" vor ihnen mache und mit den Armen rudere! Apropos, hier ein Foto von einem extrem gesunden Huhn:
Im Endeffekt füllten die Kinder sicher mehr aus, als sie gewusst hätten, aber mir war es das wert! In dieser Pause saßen Lissi und ich auf dem Pausenhof und beaufsichtigten die "break". Ich habe wirklich keine Ahnung, ob wir aufpassen sollten, weil wir jeden Tag direkt nach der "break" entlassen werden. Und plötzlich hielt mir jemand von hinten die Augen zu. Ich kapierte überhaupt nicht was los war, und wollte die Hände wegziehen, aber das Kind war wirklich stark und lachte von hinten. Das war wahrscheinlich einer dieser Momente, an die man sich lächeln zurück erinnert. Ich meine, wer bin ich? Diese Kinder kennen mich seit zwei Tagen, und sie respektieren mich genug - oder mögen mich - um mit mir zu spielen.
Was halten denn wir von Studenten in unserem Unterricht? Der Altersunterschied ist ähnlich, wie unserer zu den Kindern, und wir respektieren sie zwar manchmal, aber wir machen uns ein bisschen über sie lustig oder erschweren es ihnen. In der Pause reden wir nicht einmal mit ihnen. Diese Kinder freuen sich, dass wir für sie da sind. Eines fragte Lissi, wie es ist, in einem Flugzeug zu sitzen. Ich dachte mir am Anfang, dass manche Kinder denken könnten: "Boah, jetzt kommen die gestopften Mädchen da aus ihrem reichen Land und wollen hier helfen." Natürlich war das jetzt harsch formuliert, aber so in etwa. Aber niemand lässt es einen spüren, sollten sie sowas denken. Am Anfang sind sie noch schüchtern, aber man wird ziemlich schnell integriert.
Danach kam ein kleiner Junge zu uns, fasste uns an den Schultern, stieß einen Schwall Wörter aus und rannte weg (keine Ahnung, was er sagte). Vermutlich wollte er, dass wir mit ihm Fangen spielten. Mhm, ja ... Wir blieben sitzen. Aber er war nicht böse, sondern schlich sich später von hinten an und erschreckte uns mit einem "Buuh".
Das wars auch schon wieder! Morgen werden wir die Unterrichtsstunden der nächsten Woche besprechen und am Wochenende machen wir einen Ausflug zu einem Vulkan. Ich freue mich, dass ihr euch die Zeit nehmt, meinen Blog zu lesen! Bis zum nächsten Mal! ¡Adiós! :)
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